Sinkende Infektionszahlen, steigende Impfquote

Es vergeht auch nach mehr als einem Jahr mit der Pandemie kein Tag, an dem in den Nachrichten nicht über das Coronavirus gesprochen wird. Doch aktuell gehen die Fallzahlen zurück, was zu Lockerungen führt. Das hat unter anderem etwas mit der Anzahl der geimpften Menschen zu tun.

Als erstes deutsches Bundesland hat Bremen Anfang Juni eine Impfquote von mehr als 50 Prozent erreicht. Das bedeutet, dass über die Hälfte der Bremer Bürger zumindest eine erste Impfdosis erhalten haben. Je nach Art des Impfstoffes ist allerdings eine zweite Impfung nötig, um gegen das Virus geschützt zu sein. Aber bereits nach der ersten Impfdosis baut der Körper einen Abwehrmechanismus auf.
Auch für Kinder und Jugendliche empfehlen die Experten der Ständigen Impfkommission (Stiko) den Schutz durch eine Impfung – allerdings nur für 12- bis 17-Jährige, die bestimmte Vorerkrankungen und damit ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Zu diesen Vorerkrankungen zählen unter anderem Fettleibigkeit, Herzfehler und chronische Lungenerkrankungen.

Die Stiko sieht von einer generellen Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab, da die (Neben-)Wirkungen aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend erforscht sind. Überhaupt handelt es sich um ein Angebot – die Impfung ist für niemanden verpflichtend. Das Bremer Gesundheitsressort hat über seinen Sprecher Lukas Fuhrmann mitgeteilt, dass in Bremen künftig 16- und 17-Jährige in den Impfzentren den Impfstoff erhalten können. Dafür wird es einen separaten Bereich geben, in dem Kinderärzte eingesetzt werden. Aufgrund der knappen Zahl an Impfdosen sei der Start jedoch erst ab Juli möglich. Jüngere Kinder und Jugendliche beziehungsweise deren Eltern müssen sich an die Arztpraxen wenden. Für unter Zwölfjährige ist in Deutschland bislang aktuell kein Impfstoff zugelassen. In den USA laufen dazu noch groß angelegte Tests.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Situation in den Schulen

Die Schulen in Bremen sind Ende Mai in den Regelbetrieb gewechselt. Das heißt, dass in voller Klassenstärke und im Präsenzunterricht gearbeitet wird. Vor dem Unterricht müssen sich alle Schüler selbst auf Corona testen. Erst danach starten die Lehrer mit dem Unterricht. Die Maskenpflicht wird nun auch in allen Schulen wieder aufgehoben, sodass die Schüler sich in den Klassenräumen ab dem 21. Juni ohne Maske aufhalten können.

Foto: Patrick Pleul/dpa

Weitere Informationen zur aktuellen Coronalage, über die Wirkung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer, der auch für Jugendliche zugelassen ist, sowie viele weitere spannende Themen findet ihr in der aktuellen Kinderzeitung (Ausgabe 178 vom 18. Juni).

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