Autor Torben Kuhlmann hat sich Zeit für unsere Kinderreporterin genommen. Illustration: T. Kuhlmann

"Mit Bildern erzählen"

In seinem neuesten Bilderbuch schickt Torben Kuhlmann eine kleine Maus auf eine fantastische Reise durch die Zeit. Doch wer ist der Hamburger Illustrator überhaupt? Kinderreporterin Paula hat ihn im Videochat etwas näher kennengelernt.

Herr Kuhlmann, Einstein ist bereits ihr fünftes Mäusebuch. Wann haben Sie mit dem Illustrieren und Schreiben angefangen?

Torben Kuhlmann: Torben Kuhlmann: Ich habe eigentlich schon immer gern gemalt. Dass es aber mein Beruf werden könnte, habe ich mir erst später überlegt. Im Sommer 2005 habe ich ein Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg im Studiengang Illustration und Kommunikationsdesign begonnen. In den letzten Semestern des Studiums habe ich auch schon als Illustrator gearbeitet. Das Schreiben kam während meiner Abschlussarbeit dazu. Zuvor hatte ich eigentlich nur aus Spaß und nur für mich selbst geschrieben.

Foto: Anika Seebacher

Gibt es bei Ihnen einen typischen Tagesablauf?

Torben Kuhlmann: Ich starte morgens mit einer Runde auf dem Fahrrad und sitze dann lange im Atelier. Die meiste Zeit zeichne und koloriere ich die Bilder. Wenn ich Geschichten schreibe, bin ich weniger ortsgebunden und arbeite auch mal woanders.

Das aktuelle Buch heißt "Einstein". Cover: Nord-Süd-Verlag

Was hat Sie zu den Mäusebüchern inspiriert?

Torben Kuhlmann: Am Anfang hatte ich eine kleine Idee. Ich wollte beschreiben, wie eine Maus durch das Beobachten von Fledermäusen das Fliegen entdeckt. Das hat sich dann zu einer umfangreicheren Geschichte entwickelt. Bereits als Kind habe ich mich für Erfindungen und das Ingenieurwesen begeistert. Die Maus Lindbergh erlebt das Abenteuer, das ich als Junge auch gern erlebt hätte.

In Ihren Büchern geht es um Wissenschaftler und Entdecker. Wie suchen Sie die Personen aus?

Torben Kuhlmann: Das ergibt sich eher zufällig. Ich habe eine Idee für ein Mäuseabenteuer. Und das hat einen Bezug zu einer Person. Lindbergh hat erst zum Schluss seinen Namen bekommen und Armstrong hieß anfangs Apollo.

Wie lange dauert es bis zum fertigen Buch?

Torben Kuhlmann: Ich werde mit jeder Veröffentlichung schneller. Das liegt unter anderem daran, dass ich anfangs noch viel mehr überlegt habe, wie ich vorgehen soll. Bei Einstein habe ich die ersten Überlegungen im September 2019 angestellt. Daraufhin bin ich mit meinen Zeichensachen an die Nordsee gefahren und habe die Idee ausgearbeitet. Nachdem mein Verlag den Vorschlag als gut befunden hat, habe ich losgelegt. Etwa zehn Monate später habe ich alles abgegeben und im September 2020 war schließlich die Veröffentlichung.

Mäuse spielen die Hauptrolle in den Büchern von Torben Kuhlmann. Illustration: T. Kuhlmann

Was fasziniert Sie an Mäusen?

Torben Kuhlmann: Ich finde es toll, wie selbstverständlich Mäuse unter uns Menschen leben. Sie kommen einfach in unsere Häuser, nehmen von unseren Lebensmitteln und fühlen sich wohl. Die pfiffige Art der Tiere hat mich zu der Entscheidung bewogen, dass der Hauptcharakter meines Buches eine Maus sein sollte.

Zur Info: Das komplette Interview mit weiteren spannenden Fragen und Antworten lest ihr in der 151. Ausgabe der Kinderzeitung, erschienen am 4. Dezember 2020.
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