Werder steigt ab

Die Ostkurve weint: Der SV Werder Bremen steigt zum Ende der Saison in die zweite Liga ab - und muss sich komplett neu aufstellen.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der SV Werder Bremen spielt nach der Sommerpause in der zweiten Bundesliga – und steht vor einem Scherbenhaufen. Durch die 2:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach und dem gleichzeitigen Sieg des 1. FC Köln gegen Schalke 04 fiel die Bremer Mannschaft am letzten Spieltag auf den direkten Abstiegsplatz. „Heute ist ein sehr trauriger Tag für die ganze Stadt, den Verein und die Fans. Es tut uns leid, dass wir abgestiegen sind. Es ist ein traumatischer Tag für uns alle“, entschuldigte sich Kapitän Niklas Moisander nach dem Drama.

Zahlreiche Fans trauerten und weinten, als der Abstieg besiegelt war. Und auch die Polizei hatte am Weserstadion gut zu tun, denn dem Ärger über die schlechte Leistung des Vereins machten einige Personen lauthals Luft. Die Rede war von rund 200 Aggressiven unter den 2000 Gästen am Osterdeich. Abstandsregeln und die Maskenpflicht wurden missachtet, es folgten Proteste wütender Fans. Die Spieler selbst verließen das Stadion am Ende nicht wie gewohnt über die Ostkurve, sondern über den gegenüberliegenden Ausgang, um dem Mob und den wütenden Rufen zu entgehen.

Wie es nun weitergeht mit den Grün-Weißen werden die kommenden Wochen zeigen. Sicher ist auf jeden Fall, dass ein Neuanfang ansteht. Viele Spieler verlassen die Mannschaft, der Kader muss neu aufgestellt werden.

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