Kleine Steine, große Freude

Farbenfrohe Muster, detailverliebte Motive und jede Menge Kreativität auf kleinstem Raum: Immer wieder tauchen bunte Steine auf. Die verzierten und bemalten Werke wollen gefunden, im Internet gepostet und wieder ausgesetzt werden.

Foto: #SykeRocks

Jessica Hespe ist begeistert von diesem Trend aus Amerika, der Jung und Alt ein interessantes und abwechslungsreiches Hobby bietet. Die 40-Jährige wohnt in der Nähe von Syke (Landkreis Diepholz) und beschäftigt sich seit fast zwei Jahren mit den kleinen Steinen. „Ich bin durch meine Tochter auf eine Gruppe in Weyhe aufmerksam geworden.“ Dort wurden bereits fleißig Steine bemalt und auf Wanderschaft geschickt. „Das wollte ich auch für Syke ins Leben rufen“, erinnert sich Jessica Hespe. So gründete sie am 2. Juli 2019 die Gruppe #Syke Rocks. Bei Facebook zählt diese inzwischen rund 540 Mitglieder. Regelmäßig werden Fotos von neuen Steinen eingestellt.

Die kleinen Kunstwerke gehören zu einem weltweiten Trend, der sich in lokale Gruppen aufteilt. Es gibt unter anderem in der Hansestadt die #BremerSteine, im benachbarten Lilienthal die #Lilistones sowie in Stuhr entsprechend die #Stuhr Rocks – und sicherlich noch zahlreiche weitere.

Foto: Anika Seebacher

Steine on tour
Wer einen Stein findet, sollte diesen fotografieren und das Bild mit Angabe des Fundorts ins Netz stellen. So lässt sich die Reise des Steins verfolgen. Denn gemäß der ursprünglichen Idee sollte der Stein nun an einen anderen Ort gebracht werden. „Viele Steine sind aber verschwunden. Entweder weil der Finder ihn behalten hat oder weil der Fund nicht gepostet wird“, erklärt Jessica Hespe. Manchmal tauchen die #Syke Rocks aber auch im fernen Spanien oder an der Nordsee wieder auf.

Weitere Infos zu den Painted Stones sowie eine Anleitung, wie ihr einen Stein gestaltet und auf Reisen schickt, findet ihr in der aktuellen Kinderzeitung des WESER-KURIER (Ausgabe 169 vom 16. April).

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