Ein strahlendes Lachen

An einem länglichen Griff befinden sich mehrere Tausend Borsten, mit denen du etwas sauber machst. Weißt du, wovon die Rede ist? Natürlich: die Zahnbürste. Doch wie wurde sie eigentlich erfunden?

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Mindestens zwei Mal täglich zwei Minuten lang putzen. So lautet die Empfehlung der Zahnärzte für die richtige Mundhygiene. Leider haben Umfragen ergeben, dass die Deutschen es damit nicht ganz so genau nehmen. Denn gerade einmal 45 Sekunden nehmen sich viele Menschen im Badezimmer Zeit für das Zähneputzen. Das ist viel zu wenig. Auch mit dem Wechsel der Zahnbürste nehmen es etliche nicht so genau. Während mindestens vier Stück pro Jahr empfohlen werden, verwenden die meisten lediglich zwei Bürsten. Vor allem sollten die Köpfe (bei elektrischen Zahnbürsten) oder die komplette Zahnbürste in folgenden Fällen getauscht werden: nach einer ansteckenden Krankheit und wenn die Borsten abgenutzt aussehen. In letzterem Fall reinigen die feinen Härchen nicht mehr optimal und können sogar das Zahnfleisch schädigen. Und dann gibt es da noch die Zahnseide. Sie ist ein Muss bei der täglichen Mundhygiene, da die feinen Fäden auch Stellen reinigen, die man mit der Zahnbürste allein nicht erreicht.

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Die Geschichte der Zahnbürste

In der Steinzeit gab es noch keinen Bedarf für eine Zahnbürste. Schließlich enthielt die Nahrung fast gar keinen Zucker. Als die Menschen aber sesshaft wurden, änderte sich auch ihre Ernährungsweise. Das wirkte sich wiederum auf die Zähne aus.

Im alten Ägypten kauten die Menschen auf kleinen Zweigen herum, bis diese an einer Seite ausfransten und buschig wurden. Der Pflanzensaft unterstützte die reinigende Wirkung. Damit war die Zahnbürste geboren.

Um 1500 stellten die Chinesen ihre Zahnbürsten aus Schweineborsten und Bambusstielen her. Mit der Industrialisierung begann die Massenproduktion. 1780 gründete der Engländer William Addis die erste Fabrik zur Herstellung von Zahnbürsten. Zunächst bestanden die Zahnbürsten aus den Knochen und Borsten von Kühen. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zahnbürste ein Luxusartikel für die Reichen. Erst mit der Erfindung des Kunststoffs Nylon kam im Jahr 1938 der wirkliche Durchbruch der Erfindung und die Zahnbürste wurde zur Massenware. Ab 1940 gab es die ersten elektrischen Zahnbürsten im Handel.

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