Freiwilliger Verzicht

Am Aschermittwoch hat für Christen auf der ganzen Welt die Fastenzeit begonnen. Bis Ostern verzichten sie – nicht nur bei der Ernährung, sondern auch auf liebgewonnene Gewohnheiten. In anderen Religionen und Kulturen gibt es das Fasten ebenfalls.

Foto: Uwe Zucchi/dpa

Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage und richtet sich stets nach dem Osterwochenende. So dauert der Verzicht in diesem Jahr vom 17. Februar bis 3. April. In der Fastenzeit, die auch Passionszeit genannt wird, erinnern sich Christen zwischen Aschermittwoch und dem Samstag vor Ostern an das Leid und das Sterben Jesu. Menschen jeden Alters versuchen, in dieser Zeit ohne scheinbar Unentbehrliches – Internet, Fernseher, Handy, Schokolade, Auto – zu leben. Am Ende der Fastenzeit soll einem schließlich die Bedeutung dieser Gegenstände oder bestimmter Gewohnheiten im Alltag bewusst werden und man weiß sie wieder mehr zu schätzen.

Im Islam nennt man die Fastenzeit Ramadan. Die Muslime essen und trinken dann 29 Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts. Dieser sogenannte heilige Monat verschiebt sich jedes Jahr um zwei Wochen und findet daher immer in einer unterschiedlichen Jahreszeit statt. 2021 feiern die Muslime vom 12. April bis 12. Mai Ramadan – und anschließend das große Fastenbrechen.

Die Buddhisten fasten, um inneren Frieden zu finden. Dafür gibt es keine vorgeschriebene Zeit: Jeder fastet, wenn er es möchte. Der Verzicht soll in dieser Religion dazu dienen, sich besser auf sich selbst zu konzentrieren. Manche buddhistische Mönche essen beispielsweise immer nur bis zum Mittag, um am Abend bei der Meditation keinen vollen Magen zu haben.

Dann gibt es noch das Heilfasten. Das hat einen gesundheitlichen Hintergrund, ist aber keine Diät. Vielmehr soll durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel der Körper gereinigt werden. Eine Form ist beispielsweise eine Trinkkur: Dabei gibt es für einen festgelegten Zeitraum keine feste Nahrung, sondern nur Säfte, Wasser und Gemüsebrühe.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Noch weitere interessante Fakten rund ums Fasten sowie ein paar Vorschläge, wie man durch Verzicht sich selbst und seiner Umwelt etwas Gutes tut, findet ihr in der neuen Kinderzeitung des WESER-KURIER
(162. Ausgabe vom 26. Februar).

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