Der (Oster-)Hase in Bremen

Insbesondere in der Dämmerung sieht man derzeit zahlreiche Hasen in Bremen und umzu. Denn die Hansestadt gilt als „Hasenhotspot“.

Foto: Patrick Pleul/dpa

In Bremen finden zahlreiche Hasen in den Feldern, Naturschutzgebieten, Parks und selbst in den Gärten einen Lebensraum. Besonders gut beobachten lassen sie sich im Hollerland, in den Borgfelder Wümmewiesen und im Bürgerpark. Die Anzahl der Hasen in Bremen hat sich in den vergangenen Jahren erholt und ist sogar wieder gestiegen, berichtet Marcus Henke. Der Vize­präsident der Landesjägerschaft Bremen weiß aber auch, „dass es früher noch mehr Hasen gegeben hat“. Mit „früher“ meint er die Zeit vor den strengen Wintern in den 1980er-Jahren. „Die Beutetiere haben sich von dieser extremen Kälte nicht mehr erholt“, sagt der Jäger.

Doch seitdem Henke und seine Kollegen verstärkt die Feinde der Hasen, also in erster Linie Füchse und Marder, jagen, geht es den Hasen in Bremen allmählich besser. 2019 haben die Jäger in ganz Deutschland pro Quadratkilometer durchschnittlich zwölf Feldhasen gezählt. „Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen, wenn sie über die Felder springen. Hasen sind schöne Tiere“, schwärmt Marcus Henke.

Foto: Patrick Pleul/dpa

Steckbrief

Die Chance auf ein gut gefülltes Osternest ist gut, denn in Bremen wurden bereits zahlreiche Hasen mit Nachwuchs gesichtet. Im Februar und März kommen die ersten Hasenjungen zur Welt. Als Nestflüchter haben sie bereits bei der Geburt ihr braunes Fell und offene Augen. Mit Kälte hat der Hasennachwuchs kein Problem, aber mit Nässe. Je trockener also der Frühling, desto größer ist das Nahrungsangebot auf den Wiesen und umso besser geht es den Hasen. „In diesem Frühjahr sieht es bislang gut aus“, fasst Marcus Henke die Situation zusammen. Da Hasen allgemein als Frühlingsboten gelten, stehen sie eng mit dem Osterfest in Verbindung.
Der Osterhase wird wohl an diesem Wochenende einiges zu tun haben.

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