© Instagram/mara.maeke

„Einzigartigkeit ist eine Superkraft"

Mara Maeke ist die amtierende Miss Bremen – und hat eine Darmerkrankung. Nach zahlreichen Operationen hat sie eine Narbe am Bauch. Der Kinderzeitung erzählt sie, wie sie zu ihrem Körper steht.

Mara, im Dezember wurdest du zur Miss Bremen 2021 gekürt. Wie kam es dazu?

Mara: Ich folge Carmushka, Influencerin und Model, auf Instagram und habe dort verfolgt, wie sie im vergangenen Jahr die Miss Germany Wahl begleitet hat. Dabei ist mir klar geworden, dass es bei der Wahl einen großen Wandel gibt.

Wie stellt sich dieser Wandel für dich dar?

Mara: Inzwischen steht nicht allein das Aussehen, sondern vielmehr die Persönlichkeit im Vordergrund. Durch meine Erkrankung bin ich in den letzten Jahren über mich hinausgewachsen und habe mich selbst noch besser kennenlernen dürfen. Deshalb habe ich ein paar Monate nach dem Miss-Germany-Finale im vergangenen Jahr meine Bewerbung für den Wettbewerb eingereicht. Und es hat tatsächlich geklappt.

Vor etwa fünf Jahren wurde bei dir eine Darmkrankheit festgestellt. Wie machte sich das bemerkbar?

Mara: Es ging damit los, dass ich beim Gang auf die Toilette mehrfach Blut beim Stuhlgang entdeckt habe. Deshalb bin ich zum Arzt gegangen. Die Untersuchungen haben sich gezogen und nachdem ich meine Bachelorarbeit abgegeben hatte, verschlimmerte sich die Krankheit plötzlich.

Und wie geht es dir heute?

Mara: Ich bin nicht komplett gesund und werde es auch nie sein. Hin und wieder tun meine Gelenke weh oder ich habe eine Augenentzündung. Aber im Großen und Ganzen führe ich ein normales Leben. Ich kann fast alles essen, treibe Sport und treffe Freunde. Ich habe mich zudem 2019 ein weiteres Mal operieren lassen. Dabei wurde der Beutel durch ein innenliegendes Reservoir ersetzt. Deshalb habe ich jetzt nur noch ein Pflaster am Bauch.

Nach mehreren OPs hast du eine Narbe am Bauch behalten und trägst ein Pflaster wegen des Stomas. Das zeigst du auch bei Instagram. Wie stehst du zu deinem Körper?

Mara: Ich bin nicht meine Erkrankung und lasse mich nicht darauf reduzieren. Durch die Krankheit habe ich viel gelernt und möchte das mit anderen teilen. Früher war ich zum Beispiel sehr oberflächlich, aber heute nehme ich meinen Körper so an, wie er ist. Er ist nicht mehr perfekt, aber ich bin trotzdem glücklich und lebe meine Einzigartigkeit.

Achtung: Das komplette Interview findest du in der aktuellen Ausgabe der Kinderzeitung des WESER-KURIER (Ausgabe 161 vom 19.02.2021).
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