Die sportlichen Pinguine

Bremerhaven ist das Zuhause der erstklassigen Eishockeymannschaft Fischtown Pinguins. Bei den Heimspielen in der Eisarena fiebert die achtjährige Finni aus Hambergen regelmäßig auf der Tribüne mit. Als Kinderreporterin hat sie Co-Trainer Andrew McPherson und Verteidiger Kevin Lavallée nach dem Training zum Interview getroffen.

Wie schafft ihr es, so gut zu spielen?

Andrew McPherson: Wir trainieren viel und machen auch sonst viel zusammen.

Kevin Lavallée: Wir längere Zeit zusammen unterwegs. Das stärkt den Teamgeist und hilft uns, gut auf dem Eis zu sein.

Wie oft und lange trainiert ihr?

Andrew McPherson: Tagsüber haben wir die meiste Zeit Krafttraining. Dann sind wir für etwa eine Stunde auf dem Eis.

Wie alt wart ihr, als ihr mit dem Eishockey angefangen habt?

Andrew McPherson: Mit zwei oder drei Jahren habe ich mit dem Schlittschuhlaufen angefangen. Mit fünf habe ich in einer Mannschaft gespielt.

Kevin Lavallée: Ich war ungefähr acht Jahre alt, als ich erstmals in einem Team gespielt habe.

Was waren eure schlimmsten Verletzungen?

Andrew McPherson: Ich hatte Glück bisher. Einmal habe ich mich dennoch schwer am Knie verletzt. Ich musste operiert werden. Aber das war nach der Saison. Es braucht dann drei bis vier Monate, bis man dann wieder aufs Eis kann. Aber ich konnte mich in der spielfreien Zeit erholen. Das war also nicht so schlimm.

Kevin Lavallée: Ich hatte auch Glück. Mein Innenband war lediglich mal zum Teil gerissen.

Was war die schlimmste Niederlage, welcher der schönste Erfolg der Fischtown Pinguins?

Andrew McPherson: Die schlimmste Niederlage war, als wir in der zweiten Liga gegen Bietigheim im Finale verloren haben. Den schönsten Erfolg hatten wir ein Jahr zuvor – 2014. Da haben wir gegen die gleiche Mannschaft im Finale gewonnen.

Mit welchem Alter sollte man mit Eishockey beginnen, wenn man ein Profi werden möchte?

Andrew McPherson: Das kommt darauf an, wie viel Zeit du investieren möchtest, nachdem du angefangen hast. Man sollte vielleicht jung anfangen. Aber das ist nicht unbedingt nötig. Ich kenne auch Spieler, die haben mit zehn oder elf Jahren mit Eishockey begonnen und sind immer noch sehr gut geworden.

Wer sind eure größten Vorbilder?

Kevin Lavallée: Im Eishockey habe ich kein Vorbild. Ich habe viele gute Spieler gesehen, aber einen bestimmten als Vorbild hatte ich nicht.

Andrew McPherson: Meine Eltern sind meine größten Vorbilder. Sie machen alles für die Familie und haben mich immer zum Eishockey gefahren.

Warum ausgerechnet Eishockey?

Andrew McPherson: Meine älteren Brüder haben beide auch Eishockey gespielt. Als ich anfing, habe ich es sofort geliebt. Meine Eltern lieben auch diesen Sport. Es hat aber ein wenig gedauert, bis ich dann gemerkt habe, ich kann das beruflich machen.

Welchen Sport mögt ihr außer Eishockey noch?

Andrew McPherson: Basketball.

Kevin Lavallée: Ich mag Basketball und auch Baseball.

Seid ihr Fans eines Fußballvereins?

Andrew McPherson: Mein Sohn hat früher Bayern München geliebt. Ich mag den Verein auch. Aber ich weiß, ich sollte Bremen sagen. Also Werder Bremen (lacht).

Kevin Lavallée: Werder Bremen würde auch ich sagen.

Wie viele Sprachen sprecht ihr?

Andrew McPherson: Englisch, Französisch und Deutsch.

Kevin Lavallée: Ich spreche auch Englisch, Französisch und Deutsch.

Wer hat dir Deutsch beigebracht?

Andrew McPherson: Meine Frau ist Deutsche. Ich habe viel für sie gelernt. Jeden Tag ein wenig sprechen und probieren. Es dauert nicht lange, wenn man es lernen muss.

Könnt ihr eine Zahnzusatzversicherung empfehlen? Wie gefährdet sind eure Zähne?

Andrew McPherson: Oh! Ich habe schon viele Zähne durch Eishockey verloren. Alle in einer Woche. Das war in meinem ersten Jahr hier. Erst die vier vorne unten und dann oben die in der Mitte. Außerdem habe ich noch von einem anderen die Zahnhälfte verloren. Aber ich habe Glück gehabt. Das ist nicht so schlimm für rund 14 Jahre Eishockey spielen in Deutschland.

Kevin, du hast in der Nationalmannschaft gespielt. Wie war das für dich?

Kevin Lavallée: Ich war sehr stolz. Es war mein schönstes Erlebnis im Eishockey.

Macht ihr auch Urlaub in der Kälte?

Kevin Lavallée: Ich war gerade im November in Kanada. Da war es sehr kalt.

Spielt dein Sohn auch Eishockey, Andrew?

Andrew McPherson: Mein Sohn Tiger ist acht Jahre alt. Er spielt Eishockey, seit er drei Jahre alt ist.

Welche ist eure Lieblingsstadt in Deutschland?

Andrew McPherson: Ich liebe Bremerhaven. Aber ich liebe auch meine erste Stadt hier in Deutschland. Das war Landsberg am Lech. Das war toll. Ich habe zudem noch in der Nähe von Garmisch gewohnt. Das hat mir auch sehr gefallen. Jede Stadt hat ihre schönen Seiten.

Kevin Lavallée: Ich fühle mich in Bremerhaven und in Bremen wohl. In Bremen bin ich nicht sehr oft. Aber mir gefällt dort, dass es etwas größer ist und es viele Restaurants gibt. Ab und zu gehen wir auch zum Fußball. Bremerhaven ist etwas kleiner, aber das gefällt mir auch.


Steckbriefe

Andrew McPherson: ist am 28. April 1979 in Kanada geboren. Er ist ehemaliger deutsch-kanadischer Spieler. Seit Mai 2018 ist der frühere Stürmer Co-Trainer bei den Fischtown Pinguins. Der 188 Zentimeter große McPherson gilt bei den Fans als Publikumsliebling.

Kevin Lavallée: ist am 12. Dezember 1981 in Kanada geboren. Der 190 Zentimeter große Spieler ist seit 2016 bei den Fischtown Pinguins. Der Verteidiger trägt die Trikotnummer 20.

Finni: 8 Jahre und Eishockey begeistert.

"Mir hat der Tag mit den Pinguinen gut gefallen."
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